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Jainismus

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GEWALTLOSIGKEIT
das Grundgesetz im Jainismus


 

Global Peace Index 2008


06.06.2008

Übersetzung: Carla Geerdes

 

World map of the Global Peace Index. Countries appearing more blue are ranked as more peaceful on the Index, countries appearing more red are ranked as less peaceful.

 

Weltkarte des globalen Friedensindex
Blau: Je intensiver die Blaufärbung der dargestellten Länder, desto friedlicher werden sie eingestuft. 
Rot: Je intensiver die Rotfärbung der dargestellen Länder, desto weniger friedlich werden sie eingestuft.

 

Karte aus dem englischen Wikipedia

"Vision of Humanity" ist eine Gruppierung, in der mehrere Initiativen eine gemeinsame Strategie entwickeln, wie sie die Weltöffentlichkeit dafür sensibilisieren können, sich für das friedliche Zusammenleben der Menschheit im 21. Jahrhundert einzusetzen. Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben sind laut "Vision of Humanity" u.a. die Unterstützung nachhaltiger Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe, das Recht aller Menschen auf freien Zugang zu unverseuchtem Wasser, Erhaltung der Artenvielfalt, stagnierendes bis rückläufiges Bevölkerungswachstum, keine militärischen Auseinandersetzungen.
 
Um sich erst einmal ein faktisch korrektes Bild von der Lage machen zu können, ist laut "Vision of Humanity" eine bisher noch nie dagewesene globale Bündelung aller Initiativen erforderlich, um das Ausmass der bisher verursachten Schäden faktisch abgesichert erkennen und dann gemeinsam etwas dagegen unternehmen zu können. Unabdingbare Voraussetzung für gemeinsames Handeln ist Frieden, ohne Frieden keine Kooperation, ohne Kooperation keine Einwirkungsmöglichkeiten auf internationale Institutionen. Internationale Institutionen sollen laut "Vision of Humanity" dazu veranlasst werden, Regularien zur Lösung der anstehenden Probleme zu entwickeln und diese schließlich auch durchsetzen. Doch handlungsfähig sind sie nur, wenn sie von einer breiten internationalen Öffentlichkeit sowohl unterstützt, als auch hinterfragt werden. 

"Vision of Humanity" unterstützt die Arbeit von Friedensinitiativen und Wissenschaftlern, die sich in Wort und Tat für den Weltfrieden einsetzen. In diesem am globalen Gemeinwohl orientierten Unternehmen haben sich weltweit Gleichgesinnte zusammengeschlossen, Politiker, Geschäftsleute, religiöse Führer, Philantropen.
Quelle: http://www.visionofhumanity.org/about/about.php

 

Durchführungsverfahren

Der Global Peace Index (GPI) [globaler Friedensindex] 2008 wurde ein Jahr nach Veröffentlichung des ersten erweitert und neu bearbeitet. In dem ersten wurden 121 Länder entsprechend ihres relativen Friedenszustands im Jahr 2007 eingestuft.

Der Index besteht aus 24 quantitativen und qualitativen Indikatoren aus höchst zuverlässigen Quellen, in denen interne und externe Faktoren kombiniert werden, die von den Militärausgaben ausgehen und über die Beziehungen zu ihren Nachbarstaaten bis zur Umsetzung der Menschenrechte in dem jeweiligen Land reichen. Die Indikatoren wurden von einem internationalen Gremium, bestehend aus Akademikern, Geschäftsleuten, Philantropen und Friedensinstituten, ausgewählt. Der GPI wird von der Economist Intelligence Unit [der britischen Verlagsgruppe "Economist"] angefertigt und errechnet.

Wie schon zuvor, wurde der GPI auf potentielle, den Frieden begünstigende Faktoren und Determinanten des Friedens getestet, als da sind demokratische Entwicklung und Transparenz, sowie Bildung und Wohlstand. Er enthält nun 140 Länder und gibt eine Momentaufnahme von der relativen Friedlichkeit der Nationen, wobei er auch dazu beitragen möchte, ein Verständnis für Faktoren zu entwickeln, welche die Bildung friedlicher Gesellschaften ermöglichen oder nachhaltig begünstigen.

Der GPI wurde von Steve Killelea entwickelt, einem aus Australien stammenden, international agierenden Technologie Unternehmer und Philanthropen. Der GPI ist Teilbereich des "Institute for Economics and Peace" [Institut für Wirtschaft und Frieden] eine neue globale Ideenschmiede, die sich mit Erforschung und Ausbildung der Beziehung  zwischen Wirtschaft, Gewerbe und Frieden befasst. Der Bericht wurde in Kooperation mit der Economist Intelligence Unit [der britischen Verlagsgruppe "Economist"] erstellt. 

Definieren von Frieden

Der Ausdruck Frieden ist bekanntermaßen schwer zu definieren. Am einfachsten nähert man sich ihm, wenn man ihn  als "Harmonie, die durch Abwesenheit eines kriegerischen Konfliktes erreicht wurde" auffasst. Wendet man das auf Nationen an, würde das bedeuten, dass Länder, die weder Konflikte mit ihren Nachbarn, noch  innere Unruhen haben, einen Zustand des Friedens erreicht hätten. Das hat John Galtung (Galtung, Johan. Peace by Peaceful Means: peace and conflict, development and civilization. Oslo: International Peace Research Institute, 1996) vom Osloer Friedensforschungsinstitut als "negativen Frieden" definiert, eine Abwesenheit von Gewalt. Der Begriff "negativer Frieden" leuchtet intuitiv sofort ein und kann als Ausgangspunkt dienen, um sich sein Gegenteil, "positiver Frieden" zu erarbeiten: Hat man festgestellt, was die Abwesenheit von Gewalt ausmacht, ist dann die Identifikation von Strukturen und Institutionen möglich, die Frieden schaffen und aufrecht erhalten? Der Global Peace Index ist ein erster Schritt in diese Richtung, ein Maßstab für Frieden, der versucht, die kulturellen Attribute und Institutionen zu definieren, die mit dem Zustand des Friedens verknüpft sind.

1999 hat die UN-Vollversammlung ein Aktionsprogramm beschlossen, das für die Kinder der Welt eine "Kultur des Friedens" errichten sollte, die einen positiven Frieden, basierend auf Gerechtigkeit, Toleranz und Wohlstand, aufbaut. Die UN hat eine Werte, Einstellungen und Verhalten beinhaltende Kultur des Friedens definiert als:

  • Ablehnung von Gewalt
  • Nachhaltiges Bemühen um die Vermeidung von Konflikten durch Erforschung ihrer Ursachen
  • Nachhaltiges Bestreben, Konflikte durch Dialog und Verhandlungen zu lösen 

Es war vorgesehen, dass eine derartige Kultur des Friedens Aktivitäten vorantreibt, die sich für Friedenserziehung und nachhaltige Entwicklung einsetzen, die sie empfahl, auf der Grundlage der Menschenrechte, Gleichbehandlung der Geschlechter, demokratischer Teilhabe, toleranter Solidarität, offenem Gedankenaustausch und internationaler Sicherheit aufzubauen. Allerdings war die Verbindung zwischen dem Konzept von Frieden und den Ursachen des Friedens eher eine Mutmaßung als eine systematische Erfassung.

Während beispielsweise Doyle (Doyle, Michael. Kant, Liberal Legacies, and Foreign Affairs. Philosophy and Public Affairs (1983) 205, 207-208) und die Verfechter seiner liberalen Theorie des Friedens die Auffassung vertraten, dass demokratische Staaten einander selten angreifen, zeigt der andauernde Krieg im Irak, wie militant und angriffslustig einige demokratische Staaten  sein können- die Rechtfertigung für Krieg ist oft, dass der Frieden letztlich nur durch Gewaltausübung oder die Androhung von Gewalt gesichert werden kann.

Erfassen der Zustände des Friedens

Die Schwierigkeiten, den Ausdruck Frieden zu definieren, erklären vielleicht, warum es bisher nur wenige Versuche gab, die Beschaffenheit des Friedens in Nationen zu erfassen.

Dieses Projekt hat sich dieser Aufgabe von zwei Seiten genähert - als erstes musste eine Rangfolge erstellt werden im Global Peace Index, der 140 Nationen entsprechend ihrem relativen Friedenszustand gemäß den 24 Indikatoren einordnet. Die Indikatoren wurden ausgewählt, weil sie die besten verfügbaren Datensätze aus vertrauenswürdigen Quellen enthalten, welche das Vorkommen oder die Abwesenheit von Frieden reflektieren und beides enthalten, quantitative Daten und ihre qualitative Auswertung. Die zweite Seite ist die Nutzung der zugrundeliegenden Daten und der Auswertung des Global Peace Index für Untersuchungen über die relative Bedeutung einer Auswahl von potentiellen Determinanten oder unterstützenden Faktoren, welche die Bildung und Aufrechterhaltung friedlicher Gesellschaften intern und äußerlich beeinflussen können.

 

[ http://www.visionofhumanity.org/gpi/about-gpi/overview.php ]

Some features from the GPI website:

Rankings
Regional Split
Comparison
World Map

  • Example for a "Comparison":

Germany (DE), Iceland (IS), India (IN), United Kingdom (GB), United States of America (US):
http://www.visionofhumanity.org/gpi/results/comparison/2008/DE-IS-IN-GB-US/#top

 

  • Read about the reactions from around the world:

News
Archive


Quelle:  http://www.visionofhumanity.org/index.php

See also:   The (Un)Happy Planet Index (HPI) is an innovative new measure that shows the ecological efficiency with which human well-being is delivered.



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