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A-Himsa

 Ahimsa
 
 NO 
VIOLENCE

No
Violence
!

The fundamental law in Jainism



Acharya Mahaprajna

Soul is my god.
Renunciation is my prayer.
Amity is my devotion.
Self restraint is my strength.
Non-violence is my religion.

Acharya Mahaprajna



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Meditation auf Ahinsa

Gurudev Shree Chitrabhanu

08.06.2006

Einleitung der Übersetzerin

Ahinsa ist meist unter der Schreibweise Ahimsa bekannt. Diese Abweichung beruht auf der nicht einheitlichen Umschrift der Sanskritbuchstaben. Gurudev Shree Chitrabhanuji bevorzugt die originalere Schreibweise Ahinsa.

 

Der Weg von Ahinsa

Heute meditieren wir auf Ahinsa. Meditation dient dazu, Frieden zu erfahren. Frieden ist nur in der Anwesenheit von Ahinsa möglich. So brauchen wir Ahinsa für unseren Weg. Was ist Ahinsa? Ahinsa ist Ehrfurcht vor allen Lebewesen.

A steht für Achtsamkeit

A steht für Achtsamkeit. Wir müssen unser eigenes Selbst im Spiegel unseres Bewusstseins sehen. Und wenn wir uns Selbst sehen, machen wir uns unser eigenes Bild, wie wir werden wollen und wie wir wirklich sind. Wenn wir uns liebevoll unserem Selbst nähern, erfahren wir unser Selbst. Wir werden fähig, Frieden mit anderen und mit uns selbst zu erleben. Wir erfahren unser wirkliches Selbst. „Ich bin empfindende Energie; ich bin derjenige, der alles beseelt. Warum belebe ich nicht mich selbst und alle, die mit mir in Berührung kommen?“ Wir entwerfen friedlich das Bild von uns in Harmonie mit dem Universum. Wir erfahren dann: „Ich belebe den Körper, die Sinne, und ich belebe, was immer ich berühre.“

Das ist der Weg der Selbsterkenntnis. Obwohl wir das oft ablehnen, muss dieser Weg in uns beginnen. Aber das Licht der Selbsterkenntnis kann täuschen, wie sogar Tageslicht jemanden täuschen kann, der lange im Dunklen geschlafen hat. Wir müssen unsere Augen trainieren, damit sie in der Lage sind, das Licht dieser Erkenntnis aufzunehmen. Dies ist uns durch Meditation und wachsende Achtsamkeit möglich.

In dem Maße, wie wir uns unserer liebenden empfindenden Energie bewusst werden, gehen wir tiefer und tiefer in die Erfahrung: „Ich bin hier um mein „ich“ zu kennen.“ Wenn uns dies langsam klar wird, erkennen wir unsere Einheit mit allem Leben. Das ist Ahinsa.

H steht für Harmonie

Dann kommt „H“ für Harmonie. „Meine Anwesenheit auf dieser Erde wird harmonisch sein und keine Gewalt verursachen.“ Dies ist Achtung vor allem Leben. Das kann durch Ehrfurcht vor allem Leben geschehen.

Schwingungen der Gewalt erzeugen Gewalt. Wenn wir uns auf Gewalt konzentrieren, dann wird Gewalt unsere Gewohnheit sein. Aber wenn wir jeden Tag denken: „Ich werde die Erfahrung von Frieden machen“, werden wir Frieden fühlen. Nach und nach umgeben wir uns mit friedlichen Schwingungen. Wenn wir auf diese Weise leben, wird das unser Schutz sein. Das wird unsere Stütze sein. Das wird auch unser Schutz vor äußerer Gewalt sein.

Schwingungen von Gewalt oder Schwingungen von Frieden kommen nicht von außen; sie kommen von innen. Am Anfang wird es einige innere Konflikte geben, aber achten wir unser Leben. Sagen wir uns: „Ich werde keine Gewalt in mir selbst erzeugen.“ Wenn irgendein negativer Gedanke, wie Hass, Zorn, Ärger kommt, sagen wir uns: „Nein, ich will ihn nicht. Ich möchte Frieden.“ Schicken wir diese gewalttätigen Gedanken weg. So wie wir Kindern sagen: „Bitte macht nicht so einen Krach, ich möchte schlafen“, sagen wir unserem Verstand, was er tun soll. Manchmal ist es einfach dies anderen zu sagen, aber es ist sehr viel schwieriger, dies sich selbst zu sagen.

Gewalt ist von Negativität durchdrungen. Sie kommt von außen. Jedes Individuum hat die Verpflichtung für sich selbst und in sich selbst Harmonie zu erzeugen. Wenn wir nicht Frieden in uns entstehen lassen, werden wir nicht in der Lage sein, äußeren Frieden zu erschaffen. Um anderen dies zu sagen, benützen wir Wörter, aber um dies uns zu sagen, müssen wir die Erfahrung von Frieden haben. Es ist leicht Worte zu gebrauchen, aber es ist eine Herausforderung, mit diesen Gefühlen in Übereinstimmung zu leben. Um uns nach innen zu verbinden, meditieren wir und erfahren Achtung gegenüber jedem Leben. Dies führt zu einer friedlichen, harmonischen Stimmung. Auf diese Weise erfüllt die Harmonie langsam jede Zelle von uns.

I steht für Integration

Das „I“ in Ahinsa steht für Integration. Integriere alles: Körper, Geist und Seele. Lasst gegenüber allen Rassen, allen Religionen, allen ethnischen Gruppen und allem Leben Gleichmut, Gleichheit und Rücksicht walten. Nehmt die Trennung aus euren Köpfen – „Sie ist eine Christin. Er ist Jude. Sie ist Chinesin. Er ist Inder.“ All dies sind Mauern der Konditionierung. Diese Wände sind nicht außen, sie sind alle in unserem Kopf gewachsen. Diese Mauern trennen uns von anderen und von der Gegenwart unseres eigenen Lebens.

Integriere! Sei Integration! Wir brauchen ein Herz, das alle integriert. Ein Herz, das versteht, dass alle leben wollen, alle Frieden wünschen, alle essen wollen; dass kein Unterschied zwischen uns allen besteht. Liebe hat keine Zeit, an Hass zu verschwenden. Liebe weiß, wie Vergebung möglich ist. Liebe weiß, wie man vergisst. Liebe weiß, wie weitergehen möglich ist. Auf diese Weise arbeiten wir an der Integration und langsam fühlen wir uns integriert.

Beginne mit dem Verstand, dann mit den Worten und schließlich mit den Taten. Wir integrieren auf die Weise wie wir denken, sprechen und handeln. Wenn wir „Danke“ sagen ist der Dank erst in unserem Denken, dann wird er zu unserem Wort und zeigt sich dann in unseren Taten. Wenn eine Person empfänglich ist, trägt sie keine „Elefantenhaut“, dann berühren die Gefühle ihn oder sie. Damit aber Schwingungen echt sind, müssen sie harmonisch, integriert und ganz sein: eine Integration von Gedanken, Ausdruck und Taten.

N steht für edle Gesinnung (Nobility im Englischen)

Die edle Gesinnung erinnert uns an die Qualität der Großmütigkeit unserer Seele. Sie erzeugt ein Gefühl der Großzügigkeit und des Mitgefühls für alle Lebewesen. Edle Gesinnung ist eine großzügige Tugend unserer Gedanken, Worte und Handlungen. Sie weiß um das Vergeben. Vergeben ist Befreiung – Befreiung von Hass, Rachegefühl und Feindseligkeit – die von unserer Konditionierung kommen. Durch Vergeben befreien wir unsere Seele von der Negativität. Edle Gesinnung weiß auch, dass nicht zu vergeben eine Bindung an Sorge und Leid ist.

Edle Gesinnung ist die Natur der Seele. Sie ist niemals gemein, sie benachteiligt nie, sie kommt nicht von dem Stand der Geburt oder Reichtum, Posten oder Position. Sie strömt aus einem mitfühlenden Herzen voller Freundschaftlichkeit. Sie ist ein Gefühl der Liebe, das zu allen fließt – groß oder klein. Sie hat keine Mauern der Vorurteile gegenüber Gruppen, Rassen oder Religionen.

S steht für sozialen Dienst (service)

Das „S“ in Ahinsa steht für sozialen Dienst. Diene jemandem, lasst unser Leben ein Dienen sein. Durch Dienen werden wir lebendig. Haben wir je darüber nachgedacht, wie viele Menschen und Dinge uns dienen? Wir atmen Luft, trinken Wasser, essen Gemüse und tragen Kleidung; wir leben immer durch die Arbeit anderer Lebewesen. Und was geben wir zurück? Wir beuten andere Menschen, Tiere und die Erde aus. Tag für Tag verliert die Erde ihre Schönheit, ihre Energie. Wenn wir nicht die Erde achten, werden wir nirgends ein Leben achten.

Wir müssen dienen und den Dienst zu einem Teil unseres Lebens machen. Wir müssen leben und dazu beitragen andere leben zu lassen. Manche Menschen fragen: „Wohin kann ich gehen um zu dienen?“ Meine Antwort: „Wo immer Sie sind, es gibt keinen Grund irgendwohin zu gehen.“ Wir können auf viele Arten dienen. Fragen Sie: „Wie kann ich heute anderen Lebewesen dienen?“ Auf diese Weise tragen wir zum Leben bei. Eine dienende Person mehr ist ein Segen für die Erde.

A für Abstinenz

Das letzte „A“ von Ahinsa steht für Abstinenz. Abstinenz von den Dingen, die unsere Schwingungen verunreinigen. Enthaltsamkeit von allen Produkten, die Schmerz und Leid verursachen. Abstinenz von Alkohol, der unser Denken verwirrt. Enthaltsamkeit von Essen, das uns nicht Gesundheit bringt. Ungesundes Essen mag gut schmecken, aber es verletzt unseren Körper, unser Denken und unser Leben. Unsere Zellen werden aus der Nahrung, die wir essen, gemacht. Unsere Schwingungen entsprechen der Nahrung, die wir essen. Dies beeinflusst unser Denken, unser Urteilsvermögen und unser Empfinden. Um Schwingungen des Friedens und der Harmonie zu fördern, müssen wir von schädlichen Produkten Abstand nehmen und von Lebensmitteln, die durch Gewalt und Leid erzeugt wurden. Die Sinne sind das Tor aller Arten von Schwingungen.

So, liebe Freunde, wenn wir meditieren erkennen wir: „Ich bin lebendige Gegenwart in diesem Körper. Ich bin empfindende, bewusste Energie. Ich bin Liebe. Ich bin Frieden. Ich bin Mitgefühl. Ich bin ein belebter Körper. Ich bin diese Sinne, diese Gehirnzellen und all meine Existenz so wie ich mich fühle. Ich bin Ahinsa.“ Auf diese Weise können wir leben mit Ehrfurcht vor allem Leben und ein Segen für diese Welt sein.

Mit Liebe und Segen, Chitrabhanu


Ins Deutsche übersetzt von Trupti Traudel Pandya 

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