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Karma


Sanskrit: Karma (Tat, Handlung, gedankliche, sprachliche oder körperliche Aktivität)

Karma ist das universale Gesetz von Ursache, Wirkung und Rückkopplung, die Grundlage der menschlichen Entwicklungsfähigkeit.

Die Verbindung zwischen der empfindenden Energie, Jiva (Geist/Seele) und der nicht-empfindenden Energie, Ajiva (Materie/Körper) wird durch Karma verstärkt oder reduziert. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat erzeugt Karma, das im Jainismus als subtile Materie (feinststoffliche Partikel) betrachtet wird. Die feinststofflichen Karmapartikel haften der Seele an und verschleiern ihre ursprüngliche Reinheit und Klarheit.

Negatives Karma, z.B. Gewalt, Gier und Hass, verursacht stärkere Bindungen als positives Karma, z.B. Abkehr von Gewalt und Streben nach Erkenntnis. Je weniger Energie durch Reaktionsmechanismen auf karmische Bindungen beansprucht wird, desto mehr Energie steht zur Entfaltung des eigenen Potentials zur Verfügung.

Die Auflösung aller karmischen Bindungen, d.h. die Lösung der Seele von der Materie, ist die Voraussetzung für ihre Emanzipation. Die vom Karma befreite Seele muss sich nicht erneut verkörpern, sie hat das Ziel ihrer Evolution erreicht und Erlösung - Moksha - erlangt.



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