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Spirituelle Deklaration von Surat

Im Oktober 2003 versammelten sich in Surat, Gujarat, Indien, 15 Oberhäupter verschiedener religiöser Gemeinschaften Gujarats, um über Möglichkeiten der Beseitigung von religiöser Intoleranz in der Gesellschaft zu diskutieren und welche Aufgaben die religiösen Gemeinschaften in diesem Zusammenhang haben. Auslöser dieser von Acharya Mahaprajna initiierten Initiative waren die im Juni 2003 ausgebrochenen religiös motivierten Unruhen in Gujarat.

Die Ergebnisse der Erörterungen fanden ihren Niederschlag in der "Spirituellen Deklaration von Surat", in der die Kooperationsmöglichkeiten zwischen verschiedenen religiösen Gruppierungen "zum Wohle des aufgeklärten Bürgers" aufgeführt und die Entwicklung gutnachbarschaftlicher Beziehungen auf der Grundlage religiöser Toleranz als von allen Unterzeichnern der Deklaration verbindlich angestrebtes Ziel formuliert wurde. Die für die Erreichung dieses Zieles nötigen Einzelschritte wurden ebenso festgehalten wie der Beitrag, den jede unterzeichnende Gruppierung dazu leisten wollte. Das daraus entstandene Projekt erhielt den Namen "Girlandenprojekt", denn gleich einer Blumengirlande sollte es die einzelnen Initiativen miteinander verbinden.

Am 15. Oktober 2003 überreichte Acharya Mahaprajna die Deklaration mit den Unterschriften aller Teilnehmer dem indischen Präsidenten, der eigens nach Surat gekommen war. Es war der Tag des Geburtstages von Dr. Abdul Kalam, dem damaligen Präsidenten Indiens.

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