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auch das Universum befindet sich noch in Entwicklung


Jainismus

Jainismus

GEWALTLOSIGKEIT
das Grundgesetz im Jainismus


 

HereNow4U: Über uns und die Edition 2

23.03.2004

• In der ersten Ausgabe dieses Magazin mit dem Untertitel "Wege durch die Zeit ins 21.Jahrhundert" befanden wir uns mehr oder weniger auf der Suche nach Lösungen für die von uns als globale Krise empfundene Situation, in der sich die Welt befindet, und verfolgten verschiedene Spuren rund um unseren Planeten.
Wie wir uns und die Welt sehen und erleben ist und war schon immer Einstellungssache, d.h. es hängt von unserer Geisteshaltung ab, ob wir uns für neue Erfahrungen und damit einem neuen Bewusstsein öffnen oder nicht. 

• Die hier vorliegende Edition 2  richtet sich an die Bewohner des Planeten Erde [ citizens of planet earth ], die Wandel nicht bekämpfen, sondern als Grundfunktion der Zeit und dem Leben inhärent und als manifestierten Ausdruck des Zeitlichen und Lebendigen verstehen. Die daraus resultierende Freiheit von Erwartungen ermöglicht eine realistische Wahrnehmung der eigenen inneren und äusseren Realität, die sich zu der Erkenntnis verdichtet, dass die eigene Einstellung sich immer in dem Wahrgenommenen widerspiegelt und nur eine integrale Einstellung ein holistisch-integrales Weltverständnis nach sich ziehen kann.

• Erstaunlicherweise existiert schon seit Urzeiten auf diesem Planeten eine Anweisung, wie man sein Leben zu führen hat, um das erste und letzte Ziel der Menschheit zu erreichen, die wahre Quelle des Friedens: Ahimsa – die Gewaltlosigkeit.
Sie ist es, durch die wir uns vom Tierreich unterscheiden, zum Menschen werden und eine dem Menschlichen entsprechende Kultur schaffen konnten.

Ahimsa ist das Grundgesetz im Jainismus, A-Himsa ist die Abwendung von der Gewalt als bewusste Handlung.

• Wir haben uns 4 Jahre sehr intensiv mit dem Jainismus und den Jainas beschäftigt. Noch vor 30-40 Jahren gab es nur 5 Millionen Menschen, die sich dazugehörig zählten. Heutzutage sind es vielleicht 10 Millionen. Die meisten im Wüstenstaat Rajasthan in Indien, aber auch in  angrenzenden 3 Bundesstaaten sind viele von ihnen zuhause. Und in den letzten Jahren, bedingt durch steigende Mobilität, sind sie inzwischen überall in Indien zu finden, sowie in England, vielen afrikanischen Staaten und den USA.
10 Millionen, verstreut in alle Welt, ist immer noch eine verschwindend kleine Zahl.
Faszinierend dagegen sind die Erfahrungen der Jaina durch die Jahrtausende.
Wie haben sie das Theater der Gewalt auf diesem Planeten überlebt?
Welche Überlebensstrategien haben Ihnen geholfen?

• Nach unseren Erkenntnissen könnte jedes Friedensforschungsinstitut und jede politische und soziale Institution fruchtbare Anregungen aus dem Studium des Jainismus schöpfen, denn er bietet ein Weltbild, indem wir selbstbestimmend und selbstverantwortlich unser Schicksal durch unsere Handlungen bestimmen, ohne einen Schöpfergott für die Ereignisse verantwortlich machen zu können, aber mit einer durch und durch beseelten Natur, in der wir sozusagen Mitglied sind. Gleiche unter Gleichen. Eine faire und wie wir meinen gerechte Angelegenheit. Mit der Natur, nicht gegen sie.

• Umwelt- & Tierschützer finden hier ein uraltes Zuhause. Ihre Visionen sind die Visionen der 24 Tirthankaras, die die Botschaft der Ahimsa in großen Zeitabständen immer wieder aufs neue den Menschen gebracht haben, die sogenannten Furtbereiter. Sie lehrten den Weg, wie wir Menschen unsere inneren Feinde besiegen, so wie sie es vorgemacht haben. In kleinen menschlichen Schritten. Eine Philosophie, Religion, als funktionierende Lebenshilfe.

• Im Jainismus herrscht eine nicht-duale Sichtweise und die Wirklichkeit wird als Summe multiperspektivischer Wahrnehmung verstanden.
Die Anerkennung der Wahrheiten, die in jedem möglichen Einzelaspekt liegen, ist Grundlage der Toleranz anderen Wahrheiten gegenüber. Diese Haltung unterscheidet den Jainismus entscheidend vom Budhismus und anderen Philosophien oder Lebensanschauungen.


Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.
[Mahatma Gandhi]

Wenige Menschen wissen, dass sie schon mit dem Jainismus in Berührung gekommen sind, wenn sie diesen Ausspruch lesen. Gandhis Leben wurde seit frühester Kindheit vom Jainismus geprägt. Das oberste Prinzip des Jainismus ist Gewaltlosigkeit (Ahimsa) gegenüber allen Lebewesen. Der Grundsatz der Ahimsa zieht sich wie ein goldener Faden durch die Tradition des Jainismus.

Der Jainismus hat seit Urzeiten eine Tradition der Friedfertigkeit des Einzelnen und des Gemeinwesens entwickelt und kultiviert, die sich auch unter gewalttätiger Fremdherrschaft jahrhundertelang als Überlebensstrategie erfolgreich behaupten konnte. Aus dieser Entwicklung ergaben sich im ersten Jahrhundert nach Christus zwei Hauptrichtungen, die Digamber und die Svetamber Jaina. Aus der Reformbewegung der Stanakvasi Svetamber Jaina ging zur Zeit der europäischen Aufklärung die Reformbewegung der Terapanth Svetamber Jaina hervor.

Dieser Reformprozess konzentrierte sich auf Bestandsaufnahme, Neustrukturierung und Perspektiven der Lehre. Aus westlicher Sicht wurde hiermit der Übergang von der mystischen zur mentalen Geisteshaltung vollzogen, wobei im Gegensatz zur westlichen Entwicklung die Spiritualität nicht ausgegrenzt, sondern integriert wurde. So finden wir heute ein großes Interesse bei den Jaina, ihr altes Wissen den modernen Wissenschaften nahe zu bringen.

Mithilfe ihrer aus alten Schriften überlieferten Weisheit lösen sie Lebensfragen und bieten Strategien beispielsweise zur Eindämmung der Gewalt an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen.
Der auch in Indien fortschreitenden Vereinzelung des modernen Menschen wirken sie durch Methoden zur Selbstfindung (z.B. Preksha Meditation) entgegen, welche die Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele wieder herstellen.

Die Jaina respektieren die gesamte Natur und versuchen, mit ihr im Einklang zu leben. Sie achten die Lebensbereiche aller Lebewesen und setzen nicht auf unbegrenztes Wachstum. Es geht ihnen um eine Selbstbegrenzung im Sinne einer Selbstbeschränkung, die sich auf Gewaltlosigkeit (Ahimsa) gründet. Wir möchten vielen Aspekten dieses uns vielleicht gar nicht so fremden Konzeptes nachgehen, weil wir es für sehr relevant halten.


• Wenn man mehrere Stunden mit Mönchen und Nonnen verbringt, in Gesprächen, in gemeinsamer Meditation, so empfindet man in ihrer Gegenwart von selbst den feinen Strom der alles wandelnden Zeit. Die Kehrseite von Ahimsa (Abkehr von Gewalt), manifestiert sich in ihrer Gegenwart auf das Erstaunlichste: Selbstlose Liebe. Die Liebe der Freien. Für mich prägte ihre Andersartigkeit einen neuen Begriff, ich sah sie als 'Die Innerirdischen', durch alle Zeiten, die Erde verinnerlicht habend...

• Wo unsere postmoderne Wissenschaft im Kosmos "dunkle Materie", das 5. Element, den guten alten "Äther" der Griechen wieder heraufbeschwört, um Raumzeit und Urknall-Theorie weiter aufrecht erhalten zu können, obwohl sich ganze Sternhaufen nicht an dieses Weltbild mehr halten wollen und sich schneller bewegen, als unser physikalisches Modell es erlaubt, da wird mir ein immerwährendes, sich selbst ständig überall generierendes und zurücknehmendes Universum, ohne Urknall oder Wortlaut, immer sympathischer.

• Damit sind wir an den Grenzen unseres mentalen 3-dimensionalen Systems ankommen, das unsere anfangs erwähnte Geisteshaltung prägt, aus der unsere Art des Lebens entspringt und gleichzeitig auch unser Bewusstsein.

• Bewusstsein ist  im Gehirn ein Ausnahmezustand, der nur dann hergestellt wird, wenn wir tatsächlich eine neue Erfahrung machen und noch keine fertigen Verarbeitungswege kennen, also das Anstehende nicht mit links ganz professionell erledigen können.

• Ist es nicht so, dass wir vielem Neuen gegenüberstehen und feststellen müssen, dass unsere bisher erfolgreichen Methoden nicht mehr so richtig funktionieren? Wir sind nicht mehr rechtzeitig. Wir sehen uns jetzt erst gezwungen zu reagieren, liegen bereits weit hinter der Zeit des Agieren-Könnens, aber das scheint nicht richtig zu greifen. Für viele geht da die Party erstmal weiter.

• Den anderen bieten wir die Chance etwas für sich tun. Nehmen Sie sich Zeit für sich. Sie kennen alles, sie waren überall, aber sie selbst sind doch immer noch das ewige Rätsel:

  • Woher kommen Sie?
  • Wohin gehen Sie?
  • Warum leben Sie hier und jetzt ?

• Alle diese wirklich interessanten Fragen kann Ihnen nur die Zeit beantworten.
• Also versuchen Sie es mal mit dieser 4. Dimension.
• Lesen Sie Jean Marie Gebser: "Ursprung und Gegenwart".
• Lassen sie die Ereignisse ihres Lebens, wie in einer Computersimulation vor- und rückwärts laufen.
• Bauen Sie solange an den Parametern Ihres Lebens, bis das für Sie Richtige herauskommt.
• Schalten sie die Simulation ab und machen sie es dann einfach in Echtzeit.
• Das Magazin möchte Sie dabei mit inspirierenden Artikeln unterstützen und kann vielleicht dabei helfen, die wesentlichen Parameter zu finden.

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