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Geheimnisse des Geistes [08.1] – Die Suche nach der Wahrheit (1)

Acharya Mahaprajna

16.02.2007

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  • Wer das Ausmaß des Schrecklichen erkennt, das Verletzungen anrichten, vermeidet dies.
  • Wer einen ausgeglichenen Geist hat, handelt richtig.
  • Wer die Einheit allen Existenten begreift, verhält sich entsprechend.
  • Wer sich entsprechend verhält, lebt die Einheit.
  • Beginnen wir mit der Suche nach der Wahrheit bei uns selbst und in unserem Leben.

Die Suche nach der Wahrheit

Wer sich für die Preksha Meditation (Wahrnehmungsmeditation) entschieden hat, legt das Gelübde ab, die Wahrheit in sich wahrzunehmen. Dies ist das ultimative Ziel der Meditation - die Suche nach Wahrheit. Wer nicht meditiert, kann nicht zur Wahrheit gelangen.

Wir sind von Wahrheiten aller Art umgeben, einige davon sind so subtil, dass wir sie weder mit bloßem Auge, noch mit unserem Verstand erkennen können. Nur mithilfe von verfeinerter Einsicht durch Meditation, mit subtilem Geist und subtilem Bewusstsein können wir diese wahrnehmen lernen.

Unser reines Bewusstsein liegt unter Schichten von Anhaftungen und Abneigungen begraben. Solange diese nicht entfernt werden, können wir nicht damit beginnen, an der Verfeinerung unseres Bewusstseins zu arbeiten. Auf dem spirituellen Weg beginnt die Suche nach der Wahrheit deshalb mit der Selbst-Wahrnehmung. Man sucht die Wahrheit nicht außerhalb von sich, sondern direkt in seinem Inneren.

Zuerst nehmen wir den Atem wahr, er ist die Grundvoraussetzung für das Leben.

  1. Solange wir atmen, leben wir, deshalb beginnen wir die Suche nach der Wahrheit mit der Wahrnehmung des Atems.
  2. Wir leben, weil wir einen Körper haben, und deshalb ist der Körper das zweite Objekt unserer Wahrnehmung.
  3. Das Leben ist abhängig von geistigen Aktivitäten wie Denken, der Suche nach Alternativen und Reflektion. Deshalb werden auch diese Aktivitäten zu Objekten der Preksha Meditation.
  4. Unserer Existenz liegt das Bewusstsein zu grunde. Alles ist von ihm abhängig. Es steuert unseren Körper, Geist und Atem. Bewusstsein begründet das gesamte Universum und deshalb machen wir das Bewusstsein zum Objekt unserer Wahrnehmungsmeditation.

Zusammenfassung:

  1. Atem
  2. Körper
  3. Geist und Intellekt
  4. Reines Bewusstsein - Seele

In diesen 4 Bereichen hat der Meditierende die Wahrheit zu finden.

Welche Bedeutung hat der Atem für die Suche nach Wahrheit?

Seine große Bedeutung liegt zwischen dem ersten und dem letzten Atemzug. Neben Sauerstoff für die Körperchemie führt der Atem dem Körper noch einige andere Substanzen zu. Wer yogische Atemübungen kennt, weiß, dass er vitale Elemente in unterschiedlichen Formen zuführt, die sich der Wahrnehmung des Aspiranten präsentieren und sowohl mit offenen, als auch mit geschlossenen Augen wahrgenommen werden können.

Lange Zeit habe ich mich gefragt, warum dem AUM-KARA (die Buchstaben A, U und M miteinander kombiniert) soviel Bedeutung zugemessen wird. Von vielen wird diese Kombination als Symbol Gottes gesehen. Warum?

Ich habe einige Bücher gelesen, um hinter das Geheimnis zu kommen. Doch die Informationen aus Büchern sind auf Worte begrenzt.

Wie auch immer, ich bin zu dem Verständnis von AUM als machtvolle, grundlegende Beschwörung gelangt. Sie hat unendliche magische Wirkung. Der Klang, den wir mit AUM erzeugen, hat damit einige Konsequenzen. Soweit konnte ich es gut verstehen. Doch verstand ich nicht, was ich eigentlich hatte verstehen wollen. Schließlich enthüllte sich das Geheimnis im Laufe meiner Meditationsübungen. Es wurde mir durch meine eigene Erfahrungen klar.

Wenn man damit anfängt, Prana oder die Vitalkraft beherrschen zu wollen, findet man heraus, dass die Vitalpartikel, die sich rund um den Körper des Menschen in der Atmosphäre verteilen, unterschiedliche Form und Gestalt annehmen. Diese Partikel sind so zahlreich, dass es unmöglich ist sie zu zählen. Darüber hinaus verändern sie sich andauernd. Die letzte Form, die sie annehmen und mit der sie sich dem Auge des Aspiranten präsentieren, ist die Nachbildung von AUM.

AUM ist eine spezielle Form der Vitalenergie, die sie benutzt, um in den Körper einzutreten. Darum hat sie diese besondere Bedeutung für den Menschen.

Der Verlauf unseres gesamten Lebens und Strebens wird von der Vitalenergie gesteuert. Mit ihr entwickelt sich der Mensch entweder zu einer befreiten Seele oder zu einem toten Stein. Befreite Seelen schwingen selbst nicht mehr, sondern nehmen nur noch die Schwingungen des Bewusstseins wahr. Ein toter Stein dagegen besitzt weder lebendige Schwingungen, noch Schwingungen des Bewusstseins.  


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Author © Acharya Mahaprajna
Übertragung ins Deutsche © 2006 Carla und Christian Geerdes
Compiled  by Muni Mahendra Kumar
Published by Jain Vishva Barati
2nd Edition   2002


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