Oft lesen wir in Zeitungen über Menschen, die etwas über ihre vergangenen Leben wissen. Derartige Meldungen haben eine eher verblüffende Wirkung auf den, der darüber wirklich Bescheid weiß, denn er kennt all seine guten und schlechten Handlungen in der Vergangenheit und tut sich nicht wichtig damit, die Last der Erinnerung an seine vergangenen Leben zu tragen.
Manchmal begegnen wir Menschen, deren ‚drittes Auge’ sich geöffnet hat. Diese Menschen können vorausahnen, was zukünftig, weit entfernt oder demnächst geschehen wird. Sie wissen wahrscheinlich, wann sie sterben werden oder welche schlimmen Ereignisse stattfinden werden. Alle Sorgen der Zukunft schweben über ihnen und weil sie diese nicht ertragen, fühlen sie sich rat- und ruhelos.
Wenn wir Wissen anhäufen, das wir nicht tragen können, geraten wir aus dem geistigen Gleichgewicht. Wenn die Isolation nicht ausreicht, kann erhöhte elektrische Spannung gefährlich werden. Wir können nicht mehr Wissen aufnehmen, als es die Belastbarkeit unseres Geistes zulässt. Hierbei die Balance zu wahren ist wesentlich. Eine überhöhte Aufnahme von Wissen kann den Geist zerstören. Die Manifestierung des Wissens wird von dem System bestimmt, das auch festlegt, wie viel Wissen der Empfänger tragen kann. In der Sprache der alten Schriften heißt es, dass Hindernisse für die Manifestation von Wissen auf- oder abgebaut werden, entsprechend der Zu- oder Abnahme des wissenverhindernden Karmas, dem Antaraya Karma. So kann sich nur das Wissen in einem Menschen manifestieren, das sein Geist auch tragen kann.
Ein Schüler fragte einmal seinen Lehrer, was man mithilfe der Sinnesorgane erreichen kann. Die Antwort des Lehrers lautete, dass das abhängig sei von den Wolken, welche Erkenntnisvermögen und Wahrnehmungsfähigkeit verschleiern, und dem Karma, das die Seele an ihrer Evolution hindert.
Verschleierung von Erkenntnisvermögen und Wahrnehmungsfähigkeit wirken zusammen mit dem Antaraya Karma als Isolatoren für den menschlichen Geist. Besonders die Funktion des Antaraya Karma sollte man im Zusammenhang mit mentalen Prozessen nicht unterschätzen. Erkenntnisvermögen und Wahrnehmungsfähigkeit arbeiten im Rahmen des Systems, in das sie eingebracht worden sind. Hindernisse etwas erkennen zu können hängen damit zusammen, wie viel Kapazität zur Erkenntnis vorhanden ist. Letztere wacht darüber, wie viel Unwissenheit und Täuschung im Geist eines Menschen reduziert werden können. Wird zuviel reduziert, wird das Gleichgewicht gestört und der Geist macht eine Bruchlandung. Die Herstellung von Atomwaffen ist das Ergebnis einer solchen geistigen Bruchlandung.
In dem Maße, in dem wir die uns umgebenden Irreführungen reduzieren, sollten wir gleichermaßen Energie sammeln. Proportional zur Entwicklung von Erkenntnisvermögen und Wahrnehmungsfähigkeit verringern sich die irreführenden Täuschungen. Proportional zur Ausgeglichenheit des Geistes entwickelt sich eine leidenschaftslose Geisteshaltung.
Die Systeme von Erkenntnisfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, Antaraya Karma und Irreführung genügen sich selbst und entscheiden über die Zusammensetzung des feinstofflichen Körpers:
Nama Karma gestaltet den Körper
Gotra Karma determiniert den Status
Ayusya Karma determiniert die Lebensspanne
Vedaniya Karma determiniert die Gefühle
Das Nama Karma nimmt den größten Bereich im feinstofflichen Körper ein, denn der feinstoffliche Körper muss sich den grobstofflichen Körper gestalten, in dem er sich manifestieren kann. Das den Körper gestaltende Karma teilt sich in viele Unterbereiche auf, von denen einer aus den stets aktiven und wachsamen Künstlern der Körpergestaltung besteht, welche den Zellaufbau und -abbau regeln und Struktur sowie Funktionen der verschiedenen Teile des Körpers bestimmen. Auch die Erscheinungsform des Körpers, Gestalt, Gliedmaßen, Beschaffenheit und Farbe der Haut werden von einem Unterbereich des Körper gestaltenden Karma geformt.
Die Entdeckung der Gene war eine Revolution auf dem Gebiet der biologischen Forschung. Durch sie manifestieren sich alle im feinstofflichen Körper gespeicherten Spuren vergangener Taten im grobstofflichen Körper.