Stellen wir uns einmal vor, ein Mann sitzt über eine Stunde lang in einem dunklen Raum. Untersuchen wir anschließend die Geruchspartikel in diesem Raum, können wir feststellen, dass der Betreffende in dem Raum anwesend war, obwohl er ihn längst verlassen hat. Deshalb wird der feine Geruchssinn von Hunden bei der Suche nach kriminellen Tätern eingesetzt. Wissenschaftler haben nun ein Analyseverfahren entwickelt, das die gleichen Aufgaben erfüllen kann, denn jeder Körper besitzt eine spezifische Geruchsmarke, auf Grund derer er identifiziert werden kann.
Es heißt, dass die Körper der Tirthankaras einen charakteristischen Duft verströmen, welcher dem der roten Lotusblume ähnelt. Jeder lebendige Körper hat eine charakteristische Duftnote. In alten Schriften über Sexualität wird behauptet, dass der Duft, den die Körper mancher Frauen verströmen, dem der rosafarbenen Lotusblume ähnelt. Diese Frauen werden Padminis genannt.
Der Duft eines Körpers wird durch Handflächen, Fußsohlen und Schweiß freigesetzt. Einbrecher tragen deshalb Handschuhe und Strümpfe, wenn sie einen Einbruch verüben. Geruchspartikel jedoch sind so subtil, dass sie das Gewebe von Handschuhen und Socken durchdringen und an Decke, Wand und Boden eines Raumes haften bleiben. Im Verdachtsfall kann Einbrechern auf diese Weise nachgewiesen werden, dass sie einen bestimmten Raum betreten haben.
Geruch ist eine Kategorie des Nama Karma, die als Gandha Nama Karma bezeichnet wird, Geschmack wird als Rasa Nama Karma, Empfindungs- und Tastsinn als Sparsa Nama Karma bezeichnet.
Geruchsinn
Gandha Nama Karma
Geschmacksinn
Rasa Nama Karma
Tastsinn
Sparsa Nama Karma
Wir sind mit diesen Kategorien nicht mehr vertraut. Früher glaubte man, dass ein Netzwerk des Nama Karma existiert, bestehend aus:
Rhythmus
Atapa Nama Karma
Licht
Udyota Nama Karma
Takt
Paraghata Nama Karma
Atem
Svasocchvasa Nama Karma
Gestaltung des Körperaufbaus
Sarira Nama Karma
Beweglichkeit
Gati Nama Karma
Die Drüsen haben nicht nur im grobstofflichen, sondern auch im feinstofflichen Körper ihre Funktionen. Aktivitäten im feinstofflichen Körper werden auch auf den grobstofflichen Körper übertragen.
Der feinstoffliche Körper kontrolliert folgende Funktionen im grobstofflichen Körper:
Atmung,
Einsichtsfähigkeit,
Funktionen der Sinnesorgane,
Einsatz der uns zur Verfügung stehenden Energiemenge,
die automatische Steuerung unseres Aggressionspotentials und unseres Selbstverteidigungssystems.
Wissenschaftler wissen, was zwar weitgehend über die Vorgänge im grobstofflichen Körper Bescheid, können aber oft nicht erklären, warum etwas geschieht. Viele unserer Probleme könnten gelöst werden, wenn wir wüssten, dass der grobstoffliche Körper vom feinstofflichen Körper verursacht und beherrscht wird.
Das Karma für die Gestaltung des Körperbaus kann unzählige Kategorien von Körpern bilden. Unser aus Knochen, Blut und Fleisch bestehender grobstofflicher Körper ist nur einer davon.
Subtiler ist der Energiekörper, welcher dem grobstofflichen Körper die für seine Aktivitäten nötige Energie liefert.
Am subtilsten ist der Karmakörper, den wir vorher schon erörtert haben.
Der Energiekörper ist die Verbindung zwischen dem grobstofflichen und den Karmakörpern.
Wenn ich ein Mikrofon spreche, können die Klangwellen, die ich produziere, überall hingetragen werden. Das Trägermedium dieser Wellen ist die Elektrizität. Genauso werden alle Aktivitäten des grobstofflichen Körpers durch den Energiekörper verursacht.Der feinstoffliche Körper und der noch feinstofflichere Karmakörper blieben wirkungslos ohne das elektrische Energiefeld, das ihr Wirken transportiert.
Prana wird uns durch den Atem zugeführt. Ohne den Energiekörper können Karmakörper und feinstofflicher Körper den lebensnotwendigen Atem nicht empfangen. Ebenso kann die im feinstofflichen Körper gespeicherte Energie ohne den Energiekörper nicht zum grobstofflichen Körper weitergeleitet werden. Auch die Fähigkeit zum sprachlichen Ausdruck wird mittels Energiekörper vom Karmakörper zum grobstofflichen Körper übertragen.
Sprache, Geist und Körper haben die Tendenz, sich mit anderen Einheiten zu verbinden. Diese Verbindung entsteht, wenn der Energiekörper zu funktionieren beginnt und die Dinge von einer Stelle zur anderen bewegt. Sprache, Gehirn und Körper sind materielle Einheiten. Verbinden sie sich durch die vom Energiekörper zur Verfügung gestellte Energie mit der Lebenskraft, entwickeln sie Bewusstsein.
Sprache entwickelt durch die Verbindung mit der Lebenskraft ein sprachliches Bewusstsein.
Das Gehirn entwickelt durch die Verbindung mit der Lebenskraft den bewussten Geist.
Der Körper entwickelt durch die Verbindung mit der Lebenskraft Körperbewusstsein.