Jainismus und die Tempel von Mount Abu und Ranakpur - 26
15.03.2007
Jainismus und die Tempel von Mount Abu und Ranakpur
Beim nächsten Mal gibt Parshva das Herrscheramt bereits auf, als er das erste graue Haar an sich entdeckt. Als Asket erwirbt er derartige übernatürliche Kräfte, das rings um ihn her das Land und die Lebewesen Glück und Harmonie empfinden. So kann er, als ihn Kamatha erneut tötet, zur höchsten göttlichen Gestalt eines Indra gelangen.
Nun ist Parshvas Leben am Reifepunkt angelangt; in der fünften menschlichen Existenz wird er als Prinz von Benares geboren und die Vorzeichen weisen ihn bereits früh als künftigen Tirthankara aus. Schon mit acht Jahren legt er die jainistischen Grundgelübde ab. Die Zyklen vollenden sich: bei einem Ausflug in den Wald begegnet er erneut Kamatha als Asket. Die Gesellschaft stört diesen und um seine Wut abzureagieren, ergreift er eine Axt und will einen Holzklotz spalten. Der kleine Junge Parshva bittet ihn, dies nicht zu tun, weil sich zwei Schlangen darin aufhalten würden, aber Kamatha schlägt dennoch zu und tötet die beiden Tiere.
Jainismus und die Tempel von Mount Abu und Ranakpur