Homepage der Edition 2  

Homepage der Edition 1
english  
...Lade Navigation...
 
...Lade Navigation...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Willkommen

auch das Universum befindet sich noch in Entwicklung


Jainismus

Jainismus

GEWALTLOSIGKEIT
das Grundgesetz im Jainismus


 

Meditieren – Warum? [02.1] Emotionale Gesundheit & Preksha Meditation (1)

Acharya Mahaprajna

09.05.2008

previous
Meditieren - Warum?
next


 

Premierminister Chanakya am Hofe des Herrschers Chandragupta Maurya, auch bekannt unter dem Namen Kautilya, schildert im Arthashastra, dem Staatsrechtslehrbuch des Alten Indien, verschiedene Strategien zur Belagerung von Feinden und wie sich die Truppen am besten während der Schlacht zu einer bestimmten Anordnung formieren können. Auch gegen das Mohaniya Karma der Täuschung und Irreführung müssen wir strategisch vorgehen, denn es benutzt eine eigene Strategie, mit der es unsere Fähigkeit verdunkelt, Erkenntnisse zu gewinnen..

Preksha Meditation zielt darauf, die Anordnung des Mohaniya Karma aufzulösen und den Geist aus den Fallen zu befreien, in die er getappt ist. Die Strategie der Täuschung und Irreführung unseres Bewusstseins wird hauptsächlich vom Ego und der Zuordnung „mein“ bestimmt.

Das Ego suggeriert: „Ich bin reich, ich bin gelehrt, ich bin eine bedeutende Führungskraft, usw.“. Das „mein“ zeigt sich in „mein Haus, mein Auto, mein Wohlstand, meine Familie“. Je mehr sich „Ego“ und „mein“ ausprägen, desto mehr gerät der Mensch in Probleme und Nöte. Deshalb suchen wir die Quelle von „Ego“ und „mein“, damit wir sie überwinden und über sie hinausgelangen können. Die Quelle, aus der sie sich speisen, ist das Mohaniya Karma.  

„Ego“ und „mein“ haben in Zuneigung und Ablehnung ihre treuesten Verbündeten. Sind wir von jemandem angetan, verbinden wir uns mit der Person durch die Zuneigung. Lehnen wir jemanden ab, verbinden wir uns mit der Person durch die Abneigung. Zuneigung, besonders aber Abneigung schaffen sich ihre eigene Welt. . Zorn, Stolz, Täuschung, Gier, auch Angst, Abscheu, Lust und Kummer gehören dazu. Sie trüben die Klarheit des Bewusstseins und malen die Welt in bestimmten Farben, die Nuancierungen von Zorn, Stolz, Täuschung, Gier usw. sind. Schauen wir durch ein gefärbtes Glas, erscheint die ganze Welt in der Farbe des Glases. Ein getrübtes Bewusstsein begünstigt nicht nur die innere Unausgeglichenheit, sondern vermehrt sie sogar, was sich in permanenter Aktivität von Körper, Sprache und Geist offenbart.

Preksha Meditation wirkt auf die Welt der Emotionen ein, weil dort, und nicht im Geist, die Ursache all unserer Schwierigkeiten liegt. Jede Erkenntnis ist abhängig von der Welt der Emotionen, sie beherrschen den Geist und lenken ihn. Geist, Sprache und Körper sind von den Emotionen gesteuerte Kommunikationsstrukturen mit der Außenwelt. Das wird klar, wenn wir das Resultat von „Ego“ und „mein“ betrachten. Sie rufen Zuneigung oder Abneigung hervor, die Aktivitäten in Form von geistigen, sprachlichen oder körperlichen Reaktionen auslösen. Spiritualität bedeutet meiner Auffassung nach, über die Welt der Emotionen Bescheid zu wissen und sie zu meistern.

Geist, Sprache und Körper sind ausführende Organe und aktive Elemente der Emotionen. Der Geist ist zudem ein aktives Element der Außenwelt. Er ist von großer Bedeutung, aber nur unter Berücksichtigung der emotionalen Welt. All unsere Bemühungen zielen nicht auf den Geist, sondern auf die Lösung unserer emotionalen Probleme. Emotionale Ausgeglichenheit bewirkt mentale und physische Gesundheit. Jegliche Beeinträchtigung des emotionalen Systems jedoch führt zu mentalen und körperlichen Störungen. In ihrem Bezug auf die Welt der Emotionen unterscheidet sich die Preksha Meditation von anderen Meditationssystemen, die sich vorrangig auf den Geist beziehen. Preksha Meditation zielt speziell auf die Herstellung des emotionalen Gleichgewichtes und auf die Verfeinerung der emotionalen Welt. Dafür wurde sie entwickelt.

Es leuchtet ein, dass der Geist im Labyrinth der Emotionen nicht im Vordergrund steht. Zuerst kommen „Ego“ und „mein“, dann Zuneigung oder Abneigung und dann erst die Aktivitäten des Geistes, und schließlich die der Sprache und des Körpers.

Um zu begreifen, was Emotionen überhaupt sind, müssen wir uns darüber im klaren sein, wie sie  entstehen. Emotionen entstehen durch Schwingungen des Bewusstseins. Der die Seele begleitende Karmakörper wird von den ständig vibrierenden subtilen Karmapartikeln, aus denen er gebildet wird, in Schwingungen versetzt. Die Schwingungen des Karmakörpers werden vom Energiekörper empfangen, der sie zum Gehirn weiterleitet. Im Hypothalamus werden die empfangenen Schwingungen in Emotionen transformiert. Die Emotionen wiederum beherrschen den Geist. Daher zielt Preksha Meditation auf die Verfeinerung und den richtigen Gebrauch der Emotionen.

Emotionen sind entweder positiv-aufbauend oder negativ-zerstörerisch. Zwei Arten von emotionalen Strömen treffen auf den Geist, positive und negative. Der Geist ist neutral, sowohl positiv, als auch negativ. Ob er positiv oder negativ wird, hängt davon ab, ob der Strom der Emotionen, die ihn beherrschen, positiv oder negativ ist. Wird der Geist von negativen Emotionen beherrscht, wird er negativ. Wird er von positiven Emotionen beherrscht, wird er positiv.

Der Geist existiert nicht für sich allein. Wenn wir die Rotoren des Ventilators sich bewegen sehen, bewegen sie sich dann aus eigener Kraft? Nein, ihr Motor wird durch Elektrizität angetrieben. Schalten wir den Strom ein, führen wir ihm die Kraft zu, die er zur Ausführung der Bewegung braucht. Genauso funktioniert der Geist. Der Strom der Emotionen liefert ihm den nötigen Antrieb für seine Bewegungen. Besteht der Strom der Emotionen überwiegend aus positiven Empfindungen, sind die Aktivitäten des Geistes in ihrer Ausrichtung auch positiv. Ist der Strom der Emotionen überwiegend negativ gepolt, sind es die Aktivitäten des Geistes ebenso.

Gehen wir diesem Phänomen auf den Grund. Es gelangt eine Reihe negativer Schwingungen in den Geist. Sie aktivieren den Geist für Handlungen wie Gewaltausübung, Diebstahl und Betrug. Auch Sprache und Körper werden davon beeinflusst. Übt jemand Gewalt aus, bindet er Karma. Karma ist die Ursache für den Kreislauf der Wiedergeburten. Die Wiederverkörperung ist die Ursache für die Formung eines Körpers und der Sinne. Die Sinne erhalten Informationen aus der Außenwelt, welche positive oder negative Emotionen hervorrufen. Diese wiederum binden Karma, welches den Zyklus der Wiederverkörperung in Gang setzt. Das ist das Labyrinth des Karma der Irreführung und Täuschung. Damit wir uns aus dieser Falle befreien können, müssen wir erkennen, was uns immer wieder hineintappen lässt. Das sind die Emotionen. Wir müssen lernen, unsere negativen Empfindungen zu meistern und unsere positiven zu hegen.


previous
Meditieren - Warum?
next

englische Ausgabe:

Why Meditate? by Acharya Mahaprajna ©2005

Compiled 

by Muni Dhananjay Kumar

Published

by Jain Vishva Barati Institute, Ladnun, India

Translated

by Samani Charitra Pragya, Neeraja Raghavan & Sudhamahi Regunathan

Übertragung ins Deutsche:

Carla Geerdes



Startseite nach oben

© 1997-2006 HereNow4U | Gästebuch |


HereNow4U durchsuchen:
powered by
WIKIPEDIA durchsuchen:
Willkommen

auch das Universum befindet sich noch in Entwicklung



NEWSLETTER