Nur wer den Prozess versteht, der in Gang gesetzt werden muss, damit Gewohnheiten und Wesen verändert werden können, wird auch zufriedenstellende Ergebnisse erhalten. In der Preksha Meditation gibt es ein breites Spektrum von Verfahren zur inneren Transformation, deren Wirksamkeit viele erlebt haben. Doch erst nach Durchlaufen des gesamten Prozesses wird die Transformation sichtbar.
Wie gesagt, der Hypnosezustand ist sehr fruchtbar für die Transformation des Wesens. Unser physischer Körper richtet sich nach Suggestionen, wenn das Gehirn sie unterstützt.
Auch die Einschlafsituation ist ein günstiger Zeitpunkt für Autosuggestionen, ca. 10 Minuten vor dem Einschlafen sollte man beginnen. Während der Nacht wirken sie im Unterbewusstsein, denn nur dieses ist während des Schlafs noch aktiv. Eine vor dem Einschlafen als Autosuggestion formulierte Absicht wird deshalb sehr schnell erfasst und verinnerlicht.
Die drei geschilderten Situationen sind günstig für die Realisierung des Vorhabens, unser Wesen zu ändern, weil in ihnen der Bereich des Bewusstseins aktiv ist, den wir benötigen, um unser Vorhaben in die Tat umzusetzen und wir nicht in andere Aktivitäten involviert sind.
Sogar mit der Vitalität der Leidenschaften können wir unser Vorhaben unterstützen. Leidenschaften sind beides, gut und schlecht zugleich. Sie verleihen uns die Schwungkraft, die wir für alle großen Aufgaben brauchen. Wenn sie mit Schwungkraft erzeugt werden, sind die Vibrationen besonders stark. Auch Mantras wirken je mehr, desto größer die Schwungkraft und Inbrunst, mit der man sie rezitiert. Bloßes Herunterleiern hat keinerlei Wirkung.
Wer an einem Meditationscamp teilnimmt, weil er sein Wesen verändern möchte, sollte sich im klaren darüber sein, dass dieses Vorhaben nur gelingen kann, wenn man ein Bewusstsein von allen Prozessen entwickelt, die an der beabsichtigten Transformation beteiligt sind. Zudem muss man auch genau wissen, welches Verfahren sich am besten für die jeweilige Absicht eignet und sollte sich nicht zuviel vornehmen, am besten immer nur einen Aspekt. Möchte man sich von mehreren Gewohnheiten befreien, sollte man das nacheinander tun. Autosuggestionen sollte man sich nur geben, wenn man sich völlig mit ihnen identifiziert. Dann erst werden sie wirksam.
Angenommen, man shantet: „Namo Arihantanam“ [„Ich verneige mich vor den befreiten Seelen (Arhats), die frei sind von Vorlieben und Abneigungen und über unendliche Energie verfügen“]. Solange man sich mit den Arhats nicht identifiziert, kann sich das Energiepotential, das durch die Klänge des Mantras angesprochen wird, in uns nicht manifestieren.
Acharya Ramsen [ca. 1000 unserer Zeitrechnung] hat in seinem Buch Tatvanushasan die Bedeutung der Zielorientiertheit für die Transformation erläutert: „Welche Qualitäten auch immer man in sich kultivieren möchte, zuerst gewinnt man am besten ein klares geistiges Bild davon und verschmilzt mit ihm. Diese Qualität manifestiert sich dann in einem.“
Möchte man seine Gewohnheiten ändern oder fasst den verbalen Entschluss, dieses oder jenes nicht mehr zu tun, bringt das keine tiefgehende Änderung des Wesens mit sich. Für die Transformation muss man das ganze Verfahren erfolgreich durchlaufen. Anderenfalls bleibt es beim Status quo. Um etwas zu verändern oder neue Gewohnheiten zu kultivieren, reicht es nicht, das Verfahren der Transformation zu verstehen, es muss auch richtig ausgeführt werden.
Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften bestätigen, dass man seine alten Gewohnheiten aufgeben und neue annehmen kann, wenn man entschlossen vorgeht. Doch um dahin zu kommen, muss man, wie auch schon vorher ausgeführt, den ganzen Transformationsprozess durchlaufen. So ist es auch, wenn man Preksha Meditation praktiziert. Wer den Prozess versteht und richtig ausführt, dem gelingt definitiv die Änderung seiner Angewohnheiten und Gewohnheiten.