Swami Dharmanandji & Nirmakaji bei ihrer Ankunft am Flughafen Berlin-Tegel
Der 1. Juli 2006 war ein echter Sommertag in Berlin. Swami Dharmanandji & Nirmalaji freuten sich über diesen klimatisch und atmosphärisch gelungenen Empfang in Berlin. Carla und Christian Geerdes, Paulo und Raoul bildeten das Empfangskomitee. Paulo war eigens aus Barcelona angereist. Vom Flughafen ging es quer durch die Stadt sofort zur Yogaschule Friedrichshain, Auerstr. 25, wo wir alle von Traudel Pandya mit einem vorzüglichen und, wie die beiden Experten meinten, original indischem Essen empfangen wurden. Schliesslich waren Swami Dharmanandji & Nirmala in London bereits gegen 6.00h am Flughafen und hatten nur mitgenommene Snacks gegessen. Nach dem Essen konnten sie sich ein bischen ausruhen und dann gestärkt mit dem ersten Workshop 'Einführung in die Preksha Meditation' beginnen.
Swami Dharmanandji & Nirmalaji in der Yogaschule Friedrichshain
Swami Dharmanandji & Nirmalaji freuten sich besonders darüber, dass die Workshops durch eine Kooperation zwischen der Yogaschule Friedrichshain und HereNow4U zustande gekommen waren. Traudel Trupti Pandya, die Inhaberin der Yogaschule, ist seit 18 Jahren Schülerin von Gurudev Shree Chitrabhanu, Carla und Christian Geerdes, Herausgeber vonHereNow4U und Gründer von Preksha Meditation Berlin, sind seit sechs Jahren Anhänger des TerapanthAcharya Mahaprajna. Als Carla Geerdes im Sommer 2005 anlässlich der Einweihung des dortigen Jaintempels Chitrabhanu in London begegnete, gab dieser ihr Traudels Adresse in Berlin, woraus sich die freundschaftliche Kooperation zwischen der Yogaschule Friedrichshain und HereNow4U entwickelte. Swami Dharmananda und Chitrabhanu sind sich vor 20 Jahren in New York begegnet.
Zwei Yogaschülerinnen, die sich über den Besuch aus Indien und den Workshop freuen
Alle Teilnehmer waren vor der angegebenen Zeit erschienen, man unterhielt sich noch ein wenig und machte sich mit der Atmosphäre vertraut, die richtige Einstimmung für einen Meditationsworkshop. Aus diesen Gesprächen wurde deutlich, dass alle sehr gut auf das Thema vorbereitet waren und seit langem Yoga praktizieren. Auch Swami Dharmanandji fühlte sich sehr wohl in der entspannten Atmosphäre.
Swami Dharmanandji im Gespräch mit Traudel Pandya (r), Nirmalaji (2. v.l.) und Editor Carla Geerdes (l), die während des Vortrags und der Übungen die deutsche Übersetzung gab
Der Ablauf des Nachmittags wurde noch einmal durchgegangen, und Swami Dharmanandji gab Traudel Pandya noch einige Details über sich, damit sie ihn vorstellen konnte. Nirmalaji konzentrierte sich auf Mantras, die sie bei jeder Gelegenheit mit geschlossenen Augen im Geiste - unhörbar - rezitiert. Den Namokar Mantra (Link ins englische Glossar) zitiert sie täglich 108mal, wie es viele Jaina-Laien tun.
Die Yogaschülerinnen waren sehr an der ihnen unbekannten Meditationstechnik interessiert
Swami Dharmanandji begann seine Einführung in die Preksha Meditation mit einem theoretischen Diskurs darüber, dass diese erst im letzten Jahrhundert von dem jetzigen Acharya Mahaprajna auf Anregung seines Vorgängers, Acharya Tulsi, wieder entdeckte Meditationstechnik der Jaina auf der Grundlage der von Mahavira überlieferten Meditationen entstanden ist. Darauf folgte ein Überblick über das Preksha System mit einer detaillierten Schilderung des Ablaufs der ersten, den theoretischen Ausführungen folgenden, Meditationssitzung.
Der Theorie folgte die Praxis der Tiefenentspannung im Kayotsarga
Tiefenentspannung im Kayotsarga und Wahrnehmung der Tiefenatmung standen im Mittelpunkt dieses ersten Workshops. Alle Teilnehmer genossen es, sich bis in die Tiefen entspannen zu können und doch gleichzeitig der Gegenwart gewahr zu bleiben. Häufig schlafen Teilnehmer bei diesem Teil der Meditationssitzung ein und schnarchen laut. Doch hier waren alle durch Traudel Pandyas Yogakurse nicht nur auf die Entspannung bestens vorbereitet, sondern auch - wie Swami Dharmananda erfreut feststellte - auf die Tiefenatmung. Richtiges Atmen ist beider Auffassung nach die unverzichtbare Grundlage für die Gesundheit, sowie jeden Yogaunterricht. Da Traudel Pandya auch Expertin für Cantienica Beckenbodentraining ist, muss bei ihr niemand fürchten, nach dem Yogaunterricht einen Physiotherapeuten aufsuchen zu müssen, wie man das schon oft von Yogaschülern gehört hat.
Swami Dharmanandji beantwortet Fragen der Yogaschülerinnen
Die Teilnehmer interessierte hier in der Frage-Antwort-Sitzung, welche der Meditation folgte, die Frage aller Fragen, wenn man mit Preksha Meditation anfängt: Wie schaffe ich, meine schmerzenden Beine zu vergessen? Wie halte ich mein Gedankenkarrussel an? Welche Übungen lindern den Schmerz in Waden und Oberschenkeln nach der Meditation? Swami Dharmanandji gibt überall immer die gleiche Antwort: ÜBUNG-ÜBUNG-ÜBUNG... Wem fällt da nicht das Sprichwort aus Kindertagen ein: Übung macht den Meister...
Swami Dharmanandji dankt allen Teilnehmern für ihr Interesse
Nirmalaji schmunzelte bei diesen Fragen, sind sie ihr doch wohlbekannt. Nach jedem Workshop werden sie gestellt, ob in Indien oder Deutschland. Versonnen lächelnd meinte sie: "Die Menschen sind hier wie in Indien, gar kein Unterschied..." Irgendwie rückte die Welt durch diese Bemerkung für uns ein wenig näher zusammen, wir spürten sozusagen die Globalisierung der Herzen!