Die Philosophie der Schwingungen verändert unser gesamtes Leben. Unsere Stufe des Bewusstseins zieht schließlich Menschen mit der gleichen Bewusstseinsstufe wie unsere eigene an. Deshalb müssen wir unser Bewusstsein heben. Neues Leben kann nicht nur durch Worte kommen. Es muß durch neues Denken, neue Schwingungen kommen.
Um diese neuen Schwingungen hervorzubringen, lassen wir das Alte fallen, sichten unsere Ordner, werfen den Plunder weg. Sagen wir uns: „Ich möchte diese alten Gedanken, diese negativen Erinnerungen, diese bestimmten Verhaltensmuster nicht.“ Wenn wir stetig klären, wird unser Geist leicht werden. Aber bevor diese alten Muster für immer gehen, werden sie uns in Versuchung führen und uns Streiche spielen. Wenn wir nicht sorgfältig sind, werden sie uns weiterhin flimmernde Zeichen geben, und sie können neue Schrammen in unser Bewusstsein graben.
Wir dürfen ihnen nicht erlauben, uns zu verärgern oder zu frustrieren. Wir müssen mit ihnen sprechen und ihnen sagen: „Nun geht schon! Ihr seid alte Mieter, euer Mietvertrag ist abgelaufen! Ich werde euren Vertrag nicht erneuern.“ Wenn wir einmal erkennen, dass diese sogenannten Mieter unerwünschte Gäste sind, sind wir bereit sie zur Räumung zu zwingen. Wir erkennen, dass wir sie vor langer Zeit, als wir in einer unklaren Geistesverfassung waren, in unser Bewusstsein eingeladen haben. Alte Denkgewohnheiten wissen, wie sie sich häuslich niederlassen können. Aber egal, wie bequem und beruhigend sie uns erscheinen mögen, müssen wir in unserem Entschluß unerschütterlich bleiben unser geistiges Haus zu leeren.
Wenn die empfindende, lebendige Energie nicht das alte Nicht-Empfindende aufgibt, werden die abgestandenen, verbrauchten Dinge eine Last für uns und die Ursachen von Schmerz sein. Je gründlicher der geistige Hausputz ist, desto heiterer fühlen wir uns. Je mehr wir den trockenen Blättern erlauben abzufallen, desto mehr wird uns deutlich, was wir in unserer Essenz sind und was wesentlich für unser gegenwärtiges Leben ist. Nun sind wir offen Neues zu empfangen.
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Was ist das neue Leben? Kein Anderes als diese lebendige, bewusste Energie , die im gesamten Universum pulsiert und schwingt. Es ist unsere eigene verborgene Kraft. Um den Pfad der Meditation zu betreten, müssen wir unsere verborgene Kraft bewusst wahrnehmen. Wenn wir uns dieses Schatzes in uns nicht bewusst sind, werden wir uns nicht danach sehnen. Wir werden nicht danach streben. Wenn wir das Ende im Anfang sehen, werden wir den Anfang zum Ende machen.
Deshalb müssen wir an uns selbst glauben. Bisher haben wir jedem außer uns selbst vertraut. Nun erkennen wir, dass wir einen wertvollen Diamanten in uns tragen. Polieren wir ihn und unser Strahlen kommt hervor. Sonst bleibt er wie ein roher, von vielen Schichten bedeckter Stein. Entdecken wir uns selbst! Sagen wir uns: „Jetzt bin ich ein Rohdiamant, aber ich bin überzeugt, dass in meinem Inneren Glanz ist. In mir ist verborgene Kraft. Ich will damit in Berührung kommen und mich selbst zum Vorschein bringen.“
Wenn wir diese Überzeugung haben, arbeiten wir wirklich an uns. Wir upanishad – sitzen nahe. Wem sitzen wir nahe? Uns selbst. Oder ihm oder ihr, der oder die uns zu uns bringen kann. Nahe dem „Diamantenschleifer“, der genau weiß, wo er schneiden muss, damit unsere große Hülle aufgebrochen wird und der ganze Diamant herauskommt. Der Lehrer ist nicht immer einer, der die Kleider eines Gurus trägt. Der Guru ist irgendjemand oder irgendetwas, was die Dunkelheit unserer Unwissenheit entfernt, was uns hilft unseren Glanz zu entfalten. Wenn wir unser Selbst entdeckt haben, werden wir unser eigener Lehrer sein.
Es war einmal ein luxuriös lebender König, der zum Zeitvertreib jagte. Eines Abends saß er in der Dämmerung auf seinem Balkon. Der Sonnenuntergang war besonders beeindruckend, und der König war ergriffen. Es war Regenzeit, und der Sonnenuntergang erzeugte das ganze Farbspektrum. Der König wurde so glücklich, dass er ihn erwartungsvoll weiter betrachtete.
Langsam sah er die Farben verblassen, Dunkelheit legte sich über alles. Er sah die Dunkelheit und erkannte blitzartig: „Oh, ist das nicht mein Leben? Ich lebe durch die Vergnügungen. Wie lange wird dieser Sonnenuntergang andauern? Oh, lass mich achtsam sein, ehe meine Farben verschwinden. Der Künstler muss die Szene malen, während die Farben noch leuchten oder der Moment ist vergangen. Kann ich nicht etwas lohnendes mit meinem Leben tun, bevor es zu spät ist?“
Der König nahm seine innere Bewusstheit so tief wahr, dass er seine frühere hemmungslose Art und seinen grausamen Zeitvertreib beendete. Der Sonnenuntergang inspirierte ihn, die Eigenschaften seiner Seele zu erkennen. Das veränderte sein Leben. In diesem Fall war der Sonnenuntergang sein Guru.
Meditation ist folgendes: Eine vollständige Umwandlung des Bewusstseins, ein Aufdecken jener universalen, unzerstörbaren Energie , welche in uns verborgen liegt. Sonst können wir sitzen und ein Mantra rezitieren, um ruhig zu werden, aber es wird nur vorübergehender Balsam sein. Wir werden unverändert in die sinnlose Hetze zurückkehren.