Diejenigen, welche die Philosophie der Schwingungen und des Karmas verstanden haben, leben anders als jene, die ihrer nicht bewusst sind. Sie haben verstanden, dass innere Leidenschaft Schwingungen verursacht, die zu bandha oder Bindungen führt. So üben sie samvara aus, oder die Unterbrechung des Zustroms von Karma. Da wir immer „auf Sendung“ sind, hören wir auf, bevor wir denken, hören wir auf, bevor wir sprechen, hören wir auf, bevor wir handeln. Wir wissen, dass unser ausgesandter Gedanke uns von der Person, zu der wir ihn sandten, die selbe Art Schwingungen zurückbringen wird. Das muß direkt und nicht nur durch Worte erfahren werden.
Die folgende Geschichte verdeutlicht diesen Verlauf. Einmal gingen eine ältere Frau und ihre junge Tochter zu Fuß zu dem Dorf ihrer Verwandten, das zehn Meilen entfernt lag. Als sie schon einige Meilen gegangen waren, wurde die junge Tochter müde. Ihre Mutter bemerkte ihre Erschöpfung und als ein Mann auf seinem Kamel vorbeiritt, fragte sie ihn: „Bitte Herr, würde es Ihnen etwas ausmachen, meine Tochter auf Ihrem Kamel mit in den nächsten Ort zu nehmen? Er ist nur fünf Meilen weg und sie können sie dort am Ortsrand absetzen, wo ihre Tante sie treffen wird.“
Der Mann, der seinen Ritt als Sport genoß, hatte keine Lust, dieser Frau einen Gefallen zu tun. So antwortete er: „Nein, ich möchte Ihre Tochter nicht auf meinem Kamel mitnehmen. Ich reite zum Vergnügen und kann mir nicht die Zeit nehmen, zu diesem Ort zu reiten.“ Und er ritt weiter.
Nach einer Weile hatte der Mann einen zweiten Gedanken. „Ich bin dumm“, dachte er. „Es war ein hübsches Mädchen und trug auch Goldschmuck. Wenn ich sie auf meinem Kamel mitgenommen hätte, hätte ich mit ihr alles machen können, was ich will. Ich reite einfach zurück und sage der alten Frau, dass ich meine Meinung geändert habe.“ Und er kehrte um, um sie zu treffen.
Inzwischen hatte die alte Frau einen neuen Gedanken. „Ich muß verrückt gewesen sein, einen Fremden zu bitten, meine Tochter fünf Meilen mit zu nehmen. Alles hätte passieren können. Es ist gut, dass er nicht auf meine Bitte einging".
Dann sah sie ihn wartend an einem Baum stehen. Er grüßte sie und sagte: „Ich habe meine Meinung geändert. Ich werde Ihre Tochter auf meinem Kamel mitnehmen“. Die alte Frau lächelte und erwiderte: „Freund, wissen sie? Der Gedanke, der zu Ihnen kam, war kurz vorher in meinem Kopf, und ich habe diese Botschaft gehört. Vorher, als Sie spontan sprachen, tat ich dies ebenso; da sagte ich „ja“, und Sie sagten „nein“. Beide waren wir zu dieser Zeit aufrichtig und vertrauensvoll. Nun ist Unreinheit zu Ihnen gekommen und Zweifel kam zu mir“.
Die Menschen verstehen dieses kosmische Gesetz nicht und schaffen so ihre eigene Niederlage. In unseren einsamen Momenten denken wir negativ. Dann werden langsam jene negativen Gedanken wirklich. Tatsächlich werden sie so beständig, dass wir nicht in der Lage sind, sie zu brechen.
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Dieses Universum ist ein schöner Senderaum. In jedem Moment werden Schwingungen geschaffen. Darum ist Achtsamkeit die höchste Meditation. In diesem Bewusstseinszustand gehen wir, schlafen wir, reden wir, kommunizieren wir, treffen Freunde und erledigen all unsere Aufgaben. Das ist Meditation. Warum? Da wir unseres Selbst vierundzwanzig Stunden am Tag und nicht nur Sonntags bewusst sind.
Wenn wir auf diese Weise achtsam werden, wird das Leben einen freudigen Verlauf nehmen. Es wird der Weg zum Reichtum. Was ist mit Reichtum gemeint? Gemäss unserer inneren Stimme, in Freiheit zu leben; zu meistern, was wir meistern möchten; andere auf positive Weise zu beeinflussen und unseren Stoffwechsel mit unseren gesunden Gedanken zu ändern. Das Gesetz des Universums ist nicht Armut. Wenn wir uns spirituell, geistig oder physisch verarmt fühlen, liegt es daran, dass uns in unserer eigenen Denk- und Lebensweise etwas fehlt.
Diese Philosophie macht uns deutlich, nicht von irgendjemandes Gnade, Gunst oder Voreingenommenheit abhängig zu sein. Die Philosophie ist wie Regen und Sonne für alle da. Alle sind unter der Sonne und dem Regen. Wo ist Platz für Sprüche wie: „mein Gott“, „dein Himmel“, „mein Gott wird nicht glücklich sein, wenn ich auf dich höre“. Was wird in einem Himmel, wo alles getrennt ist, passieren?
Warum verstehen wir nicht, dass wir geistige Trennungen geschaffen haben? Da wir nicht den unvoreingenommenen Regen, Wind und die Sonne verstanden haben. Wir haben nicht verstanden, dass reine, überall verbreitete Schwingungen allen zur Verfügung stehen . Wir müssen unsere Segel öffnen, um unser Boot zu bewegen. Wir müssen uns öffnen und unsere Achtsamkeit ändern, um die frische Brise des Segens, die immer im Universum ist, empfangen zu können. Wenn wir unsere Auffassung ändern, sind wir bereit zu empfangen.